UNWISSENHEIT

Guten Morgen ihr Lieben,

ich hoffe, ihr habt ein schöneres Wochenende als ich verbracht. Ich saß an beiden Tagen von Morgens bis Nachmittags in der Schwimmhalle und habe mich um die elektronische Zeitmessanlage gekümmert. Dazu kommt, dass ich mir mal wieder anhören durfte, wie „hässlich“ Bodybuilding doch den menschlichen Körper machen würde, das Fitness eine ganz schlimme Sucht sei und dass alle Kinder, die Bodybuilder irgendwann bekommen könnten, behindert auf die Welt kommen würden. Okaaaaay. Langsam bin ich es leid, den Sport bzw. den Lifestyle zu verteidigen. Ich höre meist einfach nur zu, denke mir meinen Teil, nicke es ab und schweige. „Der Kluge schweigt und genießt!“

Ich wette, dass meine Gesprächspartner, die den Lifestyle nicht nachvollziehen können, nach spätestens 3 Minuten merken, dass ich meine Meinung darüber nicht ändern werde – egal, wie stark deren Gegenargumente zu schein seien.
Erstens: Schönheit liegt IMMER im Auge des Betrachters. Mir gefallen muskulöse Körper. Meiner Meinung nach ist das nicht nur ein Körper, sondern vielmehr ein Zeichen für verdammt viel Disziplin, Durchhaltevermögen und harte Arbeit. Betrachtet man es unter diesem Aspekt, ist es für mich nahezu unverständlich, wie man Muskeln als hässlich betrachten kann. Ich kenne sehr, sehr viele Frauen, die Männer wie z.B. Dennis Wolf, Phil Heath oder Dorian Yates als „hässlich“ oder „too much“ bezeichnen. Ich finde diese Männer beeindruckend. Dahinter steckt so viel Arbeit und Disziplin. Sie haben wie ein Bildhauer ihren Traum aufgebaut. Bodybuilding ist in meinen Augen eine Kunst und man selbst ist der Künstler. Wenn ich über den Sport rede, dann tue ich das mit viel Leidenschaft (wenngleich ich noch nicht annähernd so lange dabei bin wie die meisten anderen!). Menschen wie Dana Linn Bailey sind meine Vorbilder. Wenngleich ich nicht die gleichen ästhetischen Ziele verfolge wie sie, so zolle ich ihr meinen größten Respekt. Jedes Video (vor allem die aus ihrer Mr. O Vorbereitung) macht mir Gänsehaut und ich war unglaublich nervös, als ich sie dieses Jahr auf der FIBO getroffen habe.
Wenn euch also irgendwann einmal irgendjemand sagen sollte, dass ihr euren Körper durch Krafttraining von der Ästhetik her verschlechtert, dann hört nicht darauf. Akzeptiert konstruktive Kritik von Menschen, die Ahnung von dem haben, was sie tun, aber lasst euch niemals von negativen Menschen aus dem Konzept bringen. Ganz oft steckt da auch Neid bzw. Missgunst dahinter.
Amüsiert euch über solche Kommentare und schöpft daraus neue Energie. Ich habe meine ästhetischen Ziele stets vor Augen und werde sie eines Tages erreichen, da bin ich mir sicher.

Nun zu Punkt 2 – Fitness sei eine Sucht. Das kann man nicht abstreiten. Ähnlich wie bei vielen anderen Dingen im Leben, verlieren leider viele den Bezug zur Realität. Man will immer mehr. Gerade bei einem solch egozentrischen Sport wie dem Bodybuilding liegt es (leider) nahe, dass sich viele von dem restlichen Leben abschotten. Mir stellt sich lediglich die Frage, ob das wirklich dramatisch ist. Durch den Lifestyle habe ich einige Freunde verloren, jedoch auch herausgefunden, wer wirklich hinter mir steht und wer mir immer wieder durch schwere Zeiten hilft. Ich muss ganz ehrlich sagen, dass ich keine Menschen im Leben brauche, die hinter meinem Rücken schlecht über mich reden. Darauf kann ich verzichten.
Ich weiß mittlerweile, dass diejenigen, die ich nun als Freunde bezeichne, auch wahre Freunde sind. Dass meine Familie IMMER hinter mir steht und dass ich auf diese vertrauen kann. Ganz klar steht hier Qualität statt Quantität im Vordergrund – zumindest in meinen Augen. Fitness ist eine Sucht, das ist wahr. Ich denke jedoch, dass es bei weitem Schlimmeres gibt.

Zu Punkt drei möchte ich nicht viel sagen. Ich kenne einige Bodybuilder, die gesunde Babys auf die Welt gebracht haben. Eine solche Behauptung sollte man wohl eher mit Fakten untermauern, bevor man diese in den Raum stellt. Behauptungen sind meiner Meinung nach Mittel der Unwissenden und in diesem Punkt wurde das ganz klar bestätigt.Processed with Moldiv

Das ganze Gedankenwirrwarr musste mal veröffentlicht werden. Traurig, dass ich mir von solchen Gesprächen tatsächlich den Tag noch mehr versauen lassen habe.                Liebe Grüße Eure Paula 🙂

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