LEBEN

Leben, was ist das eigentlich?
Ich möchte euch eine ganz intime Geschichte erzählen. „Intim“ nicht im Sinne von Sexualität, sondern „intim“ in Sinne von „privat“. Damit meine ich etwas, was ich bisher nur sehr wenigen Leuten erzählt habe. Warum ich mich jetzt dazu entscheide, es mit der ganzen Welt zu teilen? Weil das meine Art ist, Dinge zu verarbeiten und ich der Meinung bin, dass ich hiermit eventuell dem Ein oder Anderen helfen kann.

Jeder, der mich „kennt“ (sofern das durch die Glasscheibe eures Smartphones möglich ist), würde mich wahrscheinlich als einen sehr lebendigen und lebensfrohen Menschen bezeichnen. Das ist mittlerweile zum Glück auch wahr, doch es war (leider) nicht immer so. Kurz bevor ich mich dazu entschied, etwas in meinem Leben zu ändern, war ich zutiefst unglücklich. Man könnte jetzt sagen, dass das immer so ist. Menschen würden schließlich nichts ändern, wenn alles gut läuft und sie glücklich sind.
Aber mit „unglücklich“ meine ich, dass ich wirklich nicht mehr sicher war, ob und wenn ja wie ich weiterleben mochte/sollte. Ich hasste mein Leben und dafür hasste ich mich. Mein Leben schien perfekt. Außenstehende meinten, ich würde in einer Bilderbuchfamilie leben, gute Freunde haben, ausreichend finanzielle Mittel und würde gute schulische Leistungen erzielen. Das Problem unserer Gesellschaft ist es jedoch, dass wir viele Dinge hinnehmen und diese nie zu überdenken wagen. Hierzu ein Beispiel: Meine sogenannte „Bilderbuchfamilie“ ist gar nicht so perfekt. Wir haben auch Probleme. Nicht unbedingt typische Probleme wie Harmoniedefizite oder dergleichen, aber welche, die jeden einzelnen sehr schwer belasten. Schicksalsschläge, mit denen man lernen muss, umzugehen. Darauf möchte ich jedoch nicht weiter eingehen. Fakt ist jedoch, dass man kleine – oder auch große – Risse im Gebäude oftmals übersieht, wenn die Fassade auch noch so schön ist.
Obwohl also viele dachten, ich würde ein glückliches Leben führen, musste ich mir eingestehen, dass mich mein damaliges Leben nicht ausfüllte. Ich wollte ein anderes Leben führen, ein besseres und bestrafte meinen Körper und mich selbst dafür. Wie Steve Jobs in seiner Rede vor den Stanford University Absolventen so schön sagte:
„You can’t connect the dots looking forward; you can only connect them looking backwards.“ ergeht es mittlerweile auch mir. Erst jetzt, rückblickend, kann ich meine gesamte ‚Entwicklung‘ betrachten und erst jetzt ergibt diese Sinn.

Mit meinem neuen Lebensstil verbinde ich so viel Positives. Zum einen natürlich hat sich mein Äußeres verändert, mein Körper. Zum anderen, und das ist für mich von viel größerer Bedeutung, hat sich meine Einstellung zum Leben geändert. Ich bin wirklich, von ganzen Herzen und aufrichtig glücklich. Ich kann wieder ehrlich lachen. Leben ist für mich mittlerweile ein Geschenk geworden. Jeder Tag ist eine neue Möglichkeit, das beste aus mir rauszuholen und meinen Zielen jeweils ein Stückchen näher zu kommen. Ich weiß, dass ich anders bin als viele andere in meinem Alter. Dass ich vermutlich weniger „Freunde“ habe, weil ich nicht jedes Wochenende feiern gehe (wenngleich es hierbei meiner Meinung nach auf Qualität und nicht auf Quantität ankommt) und dass viele meinen Lifestyle nicht unbedingt für gut heißen.
ABER: Aus diesem Grund fällt es mir so unglaublich leicht, hasserfüllte Kommentare zu ignorieren. Das Leben, mein Leben, hat aus mir einen starken Menschen gemacht. Mein Leben muss nur mir gefallen und das tut es. Wirklich.

Ich trage heute Narben davon, die mich immer das „unglückliche“ Kapitel in meinem Leben erinnern sollen. Nicht nur für andere sichtbare Narben, sondern auch seelische, die mir immer wieder sagen werden, wie wichtig es ist, sein Leben so zu leben wie man es leben möchte. Wenn ich sagen würde, dass dieser abrupte Lebenswandel einfach war, würde ich lügen. Aller Anfang ist schwer, aber auch nur, weil man durch Veränderungen seine Komfortzone verlassen muss. Bekanntlicherweise jedoch passieren genau dann großartige Dinge – wenn man seine Komfortzone verlässt und neue Wege geht.

Tut mir leid für diesen sentimentalen und teilweise abschweifenden Beitrag. Gute Nacht! Eure Paula

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4 Gedanken zu “LEBEN

  1. itspinkhippie schreibt:

    Wow, finde deinen Post einfach bewundernswert und finde es gut, dass du eine so positive Ansicht des Lebens entwickelt hast! Das motiviert mich einfach! Bleib so wie du bist 😊
    Liebe grüße 😊

  2. Pia schreibt:

    Hey, ich bin gerade über Instagram auf Deinen Blog gestoßen. Ich muss sagen du bist eine beeindruckende junge Frau mit einer wahnsinnig positiven Einstellung ! Weiter so;) lg pia

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