WARUM WIR STÄNDIG KOMPENSIEREN

Hallo ihr Lieben!

Ich möchte heute etwas ansprechen, das mir persönlich sehr nahe geht und dementsprechend einen extrem hohen Stellenwert in meinem Leben hat(te): Kompensation. Nach zahlreichen, intensiven Gesprächen mit engen Freunden und meiner Familie bin ich zu dem Entschluss gekommen, dass wir viele Dinge tun, um andere wiederum zu kompensieren. Frauen (Achtung: Klischee, trifft auf mich jedoch zu!) kaufen Schuhe, wenn sie gerade eine schwere Zeit durchmachen. Man neigt dazu, sich schnellen Ersatz zu suchen, wenn man gerade eine Trennung durchmacht (ob es nun eine Freundschaft war oder mehr spielt dabei keine Rolle). Und und und.

Die meisten Dinge, die wir tun, zeigen immer unterschwellig auf, an was es uns gerade fehlt. In der Zeit, in der es mir psychisch nicht gut ging, kompensierte ich auch: Ich aß Unmengen, nahm zu und bestrafte mich für diese Art von Kompensation, indem ich wieder weniger aß. Es war keine Essstörung, würde ich sagen, aber definitiv ein gestörtes Verhaltensmuster. Ich tat derartige Dinge, um zu kompensieren und vor allem, um mich selbst zu bestrafen. Ich musste feststellen, dass Misserfolge mich stets weiter runterzogen und ich zu immer drastischeren Maßnahmen griff, um Misserfolgen entgegenzuwirken, worauf ich jedoch nicht weiter eingehen möchte.
Fakt ist jedoch (und das habe ich glücklicherweise in den letzten 1,5 Jahren gelernt), dass Misserfolge zum Leben dazu gehören. Sie machen uns stärker und geben uns die Chance, zu wachsen. Besser zu werden. Leben besteht aus Hoch- UND Tiefpunkten und das ist auch gut so.

Kompensation ist in meinen Augen nichts Schlimmes, sofern man weiß, wie man „richtig“ kompensiert. Man muss den richtigen Weg für sich herausfinden (bei mir ist es der Lifestyle, den ich lebe. Mein Training, die Ernährung – alles!). Mittlerweile weiß ich, dass kein Essen der Welt und auch kein Paar Schuhe mich jemals so glücklich machen können, wie das Gefühl, zufrieden mit sich und seinem Leben zu sein. Wenn man ein Ziel hat und darauf hinarbeitet, dann verliert Kompensation ein wenig an Wichtigkeit. Schwere Zeiten gibt es immer. Kein „Weg zum Glück“ geschieht ohne Umwege oder ohne Steine, die im Weg liegen. Sofern man sich dessen bewusst ist, wird man merken, dass man mit viel weniger glücklich werden kann.

Heutzutage leben wir in einer durch Konsumverhalten geprägten Gesellschaft. Wir haben von allem zu viel und wollen trotzdem immer mehr. Heißt das, dass die heutige Gesellschaft mehr zu kompensieren versucht? Meiner Meinung nach definitiv. Ich glaube, dass die heutige Generation verlernt hat, was es bedeutet, sich selbst zu lieben. Wie schon zuvor erwähnt, denke ich, dass man viel seltener dazu neigt, zu kompensieren, wenn man generell glücklich mit sich und seinem Leben ist. Dazu ist es wichtig, zu wissen, wie man leben möchte. Man braucht Visionen, Ideen und vor allem: Ein Ziel vor Augen.
Was braucht man noch? Zeit für sich selbst. Zeit, die man GERN allein verbringt. Ständig sind wir umgeben von zahlreichen Menschen. Wir opfern uns diesen teilweise regelrecht auf, vergleichen uns ständig mit anderen, sehen, was diese alles haben, das wir nicht haben. Wenn man Zeit mit sich allein verbringt, sollte man sich jedoch vor Augen führen, was man selbst hat. Dinge, worauf man stolz sein kann. Außerdem ist es wichtig, seinen Gedanken freien Lauf zu lassen; eine Auszeit vom Alltag zu nehmen. Wie man diese Zeit verbringt, ist völlig egal. Ich persönlich gehe gern mit meinen Hunden raus oder lese ein gutes Buch. In der Zeit vor meiner Lebensumstellung habe ich viel zu selten meine Zeit derartig genutzt. Ich wollte am liebsten IMMER, also 24/7, von irgendwelchen Menschen umgeben sein. Ehrlich gesagt, habe ich mich sogar als Außenseiter betitelt, wenn ich mal an einem Wochenende allein zu Hause war. Dabei ist das einfach falsch: Wir Menschen führen die großartigste aller Beziehungen mit uns selbst. Wenn wir lernen, uns selbst zu lieben und vor allem zu schätzen, dann verändert sich unser ganzes Erscheinungsbild. Man lebt bewusster, lacht mehr und hat dementsprechend mehr Spaß am Leben. Man kompensiert weniger und hat somit die Möglichkeit, zahlreiche schlechte Eigenschaften wie z.B. Neid oder Missgunst gegenüber anderen abzulegen. Wer mit sich selbst zufrieden ist, vergleicht sich weniger mit anderen und meiner Meinung nach ist das der Schlüssel zum „dauerhaften Glücklichsein“.

Processed with MoldivEinen guten Start in die Woche wünsche ich Euch! Paula

5 Gedanken zu “WARUM WIR STÄNDIG KOMPENSIEREN

  1. Maggus1977 schreibt:

    Dankeschön, Paula! Manchmal braucht man jemanden, der einen die Wahrheit um die Ohren haut 😉 Haste gerade gemacht! DANKE! 🙂

  2. Sarah g schreibt:

    Paula, du bist wirklich wunderbar!!
    Ich trainiere nun seit zwei Jahren habe körperlich schon viel erreicht möchte aber natürlich noch weiter kommen!wenn man einamal angefangen hat sich wirklich dafür zu interessieren die Übungen sorgfältig zu machen das Essen bewusst zu kontrollieren und wenn man dann auch noch Erfolge hat so kann man schon sagen das es süchtig macht😊in den zwei Jahren hab ich mich immer wieder von Bloggerinen oder auf Instergram inspirieren und motievieren lassen !aber keine hatt es geschafft mir immer wieder ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern und mich wirklich so stark positiv zu motivieren!! Ich bewundere deinen Schreibstill mit deinem jungen Alter,da hab ich alls Vorarlbergerinn eher meine Schwierigkeiten (Dialekt)😂😂 bleib so wie du bist 😊👍💪 lg sarah

  3. Florian schreibt:

    Ciao Paula.
    super be-und geschrieben. Das selbe merke ich auch, ich bin auch Leistungssportler* Übertraining,Magersucht,Burnout * durchmacht. Früher war ich z.b oft weg feiern. Doch das hat auch stark nachgelassen. Nicht weil ich langweilig ect geworden bin..sondern mehr,weil es mjr mehr Erholong * körperlich ,mental* gibt. Nach hartem Training ist es einfach sooo angenehm zuhause zu sein. Mag fuer manche eintönig kling..doch jeder sehnt sich nach andrer befriedigung. Auch dieses Materielle denken..es is doch so..das wertvollste ist Unser Körper. Überall stecken die Leute haufen Geld in die Wohnhngseinrichtung, Autotuning, Alkohol, Teure Kleidung..doch beim gesundem Essen, welches Nahrhaft, gesund , lecker sein sollte,wird das billigste vom billigem gekauft..billiges fleisch, billiges Öl, nur Weissmehl..dann wundern das der Körper mit der zeit in die Knie geht. Sollte da nicht ejn umdenken mal kommen? Ich sage ja.
    Vilt bin ich eben etwas von deinem Haupthema abgewichen, sry😉
    Mejn Respeckt, den hast Du.
    Werde Dir weiterhin auf Instagram folgen und wünsch Dir natuerlich alles gute und noch tausende erfolgreiche Trainingseinheiten.

    VG Flo

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s