FITNESSPROGRAMME

Hallo ihr Lieben,

Heutzutage kursieren etliche, vielversprechende Fitnessprogramme im Internet. Die Einen propagieren den schnellen, effektiven Muskelaufbau, Andere versprechen, innerhalb kürzester Zeit zur Traumfigur zu gelangen. Alle haben eines gemeinsam: Sie betrachten jeden Menschen gleich und vernachlässigen dabei die Individualität unserer Körper.
Natürlich werden wir alle abnehmen, wenn wir 21 Tage lang weniger als ein Kleinkind essen. Selbstverständlich werden wir aufbauen, wenn wir 4000kcal und mehr am Tag essen (inwiefern das qualitative Muskelmasse ist, bleibt zu bezweifeln). Die Frage ist nur, ob es Sinn macht, einen Standardplan auf sich zu projizieren; denn da liegt meiner Meinung nach das Problem der aktuell erhältlichen Programme.

Ich halte es für bedenklich, der 1,70m große und 70kg schweren Anna und der 1,55m großen und 45kg schweren Lisa ein und denselben Trainings- und Ernährungsplan zu verkaufen. Aber nun mal von vorn – ich habe schließlich nicht ganz umsonst in der Schule gelernt, wie man Erörterungen schreibt, haha. Spaß. Das Ganze hier folgt keinem Schema, sondern entspricht meinem ganz persönlichen Gedankenwirrwarr.

Erstmal vorweg: Ich möchte in diesem Post weder irgendein Programm schlecht noch gut heißen, sondern lediglich meine Meinung zu dem ganzen „Hype“ mit euch teilen. Jeder muss letztlich seinen eigenen Weg finden und das tun was ihn bzw. sie glücklich macht.

Ehrlich gesagt, verstehe ich, wieso so viele Menschen auf fertige Pläne zurückgreifen und sich teilweise in Umkosten dafür stürzen: Einen Plan zu haben, eine vorgegebene Struktur, kann helfen, den Anfang zu erleichtern. Die meisten von uns scheitern oftmals an dem einen, wichtigen ersten Schritt. Bevor man anfängt, sein Leben zu ändern und für seine Ziele zu kämpfen, muss man diesen bedeutenden Schritt wagen. Ich verstehe, dass das viel Überwindung und Willenskraft erfordert. Been there, done that.
Wenn man nun 100, 200 oder gar 300 Euro für etwas ausgibt, scheint der Mensch das Ganze mehr zu schätzen. Man fühlt sich quasi unter Druck gesetzt, diesen Plan bzw. das entsprechende Fitnessprogramm durchzuziehen. Das ist gut – sehr gut sogar. Ich frage mich nur, wieso wir Dinge lediglich dann machen, wenn wir unter Druck stehen?! Wollen wir nicht eigentlich unsere Ziele erreichen? Gesund und glücklich sein? Wollen wir nicht für das kämpfen, was wir uns vorgenommen haben?!

Da liegt meiner Meinung nach der erste „Fehler“ solcher Programme: Was ist, wenn diese vorbei sind? Viele fallen in ein Loch. Sie haben keine Motivation mehr oder wissen nicht mehr, wie sie weitermachen sollen. Das ist doch die optimale Gelegenheit für die entsprechenden Firmen Folgeprogramme zu entwickelt. Jawoll. Der Markt brummt und wem schadet es?! Dem Portemonnaie derjenigen, die eigentlich nur etwas mehr Sport machen und sich gesünder ernähren wollten.
Wobei man auf der anderen Seite auch von Glück sprechen kann, dass überhaupt Folgeprogramme existieren. Ansonsten hätte der Fitnessenthusiast womöglich schnell keinen Spaß mehr am Sport und würde wieder in alte Verhaltensmuster fallen.
Aufgrund dessen denke ich, dass die Motivation, etwas zu ändern, aus eigenen Stücken heraus kommen sollte. Man sollte den ersten Schritt selbst wagen, sich schlau machen, viel im Internet oder in Büchern lesen und einfach mal überlegen, was Sinn macht und was nicht. Aller Anfang ist schwer, aber man wird meiner Meinung nach nur dann langfristig am Ball bleiben, wenn man aus eigenen Stücken heraus angefangen hat (nicht aufgrund irgendwelcher Druckmittel!).

Nun zu dem gleich zu Beginn angesprochenen Problem der Individualität des menschlichen Körpers. JA, wir sind alle Individuen; unterscheiden uns mal mehr, mal weniger voneinander, aber Fakt ist: Kein Mensch gleicht einem anderen. Selbst wenn zwei Personen exakt die gleichen Anfangswerte haben (Größe, Gewicht, Körperfettanteil, Muskelmasse usw.) werden sie vermutlich trotz gleicher Trainings- und Ernährungsweise niemals die gleichen Ergebnisse in der gleichen Zeit erhalten. Das ist der Lauf der Dinge. Deshalb finde ich es wichtig, dass Fitnessprogramme individuell gestaltet werden. Hierbei lege ich vor allem den Fokus auf die Ernährung. Trainingsmethoden können da meiner Meinung nach schon eher übernommen werden – schließlich kann man diesbezüglich das Rad auch nicht neu erfinden. Was Trainingsmethoden angeht, muss man einfach ausprobieren, womit man zurecht kommt und was einem Spaß macht. Ich selbst habe schon verschiedenste Trainingspläne „getestet“. Schließlich kann ein wenig Abwechslung eh nie schaden.

Alles in allem muss man meiner Meinung nach einfach seinen eigenen Weg finden. Für mich würde es nicht infrage kommen, standardisierte Pläne für viel Geld zu kaufen. Da investiere ich mein Geld lieber in verschiedenste Literatur, bilde mich entsprechend weiter und eigne mir Wissen an. Wissen ist Macht. Nur, wer sich mit seinem Körper, der Ernährung und dem Sport wirklich auseinander setzt, wird letztlich zu dem Resultat gelangen, was er sich zu Beginn erträumt hat, denke ich. Pläne zu kaufen und diese durchzuführen ist „einfach“ (wobei dermaßen kalorienreduzierte Diäten alles andere als einfach sind.. – aber ich spreche hier von einem anderen „einfach“). Sich bilden und herauszufinden, wie der Körper auf was reagiert, dauert sicherlich ein wenig länger, aber ist deutlich nachhaltiger. Schließlich lernt man nur auf diesem Weg fürs Leben!

Ich hoffe, euch hat dieser Post ein wenig geholfen. Wie gesagt: Ich möchte niemanden von Fitnessprogrammen im Allgemeinen abraten, lediglich verdeutlichen, wieso der Kauf von solchen für mich niemals infrage kommen würde.

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Ich wünsche euch noch ein wunderbares Wochenende! Eure Paula 🙂

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