BIN ICH SCHÖN?

Bin ich schön? Bist du schön? Sind wir schön?

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Was ist Schönheit und wer bestimmt, was und wer schön ist? Manchmal frage ich mich, wieso wir die Covermodels auf den großen Magazinen schön finden. Was zeichnet sie aus? Was haben sie, das wir nicht haben oder wer hat irgendwann mal festgelegt, dass diese Models der Inbegriff von Schönheit sind?

Die Menschheit ist schon verwirrend und kompliziert. Jeden Tag, wenn man morgens vor dem Spiegel steht, versucht man entweder, sich seiner Schönheit bewusst zu werden oder sucht ganz bewusst nach seinen Makeln. Dass Schönheit etwas ganz subjektives ist und dass unsere Makel uns viel mehr auszeichnen als unsere Vorzüge, bleibt dabei oftmals außer Acht.

Wir haben Idealbilder im Kopf – eine ziemlich genaue Vorstellung von dem Äußeren, das wir gerne hätten. Ja, wir haben sogar Idealvorstellungen von unserem Charakter im Kopf. Zumindest geht es mir oft so und dann, in den einsamen Momenten des Lebens, erwische ich mich dabei, wie ich mir wünsche, meinen Idealbildern gleich zu werden. Und ja, ihr habt richtig gehört: MEINEN Idealbildern. Das heißt, dass ich nicht sein will, wie alle anderen. Ich muss nicht aussehen wie das Model auf dies und jenem Magazin. Ich brauche keinen Charakter wie Mutter Theresa. Ich bin ich und ich habe lediglich die Ambition das Beste aus mir herauszuholen.

Bis ich jedoch zu dieser Einsicht kam, dachte ich nicht nur einmal darüber nach, wie es wäre, wenn ich das Covermodel XY wäre; wenn ich den tollsten und tugendhaftesten Charakter hätte. Wäre ich dann glücklicher? Vermutlich nicht. Das ist es: Vermutlich wäre ich genauso selbstkritisch und würde weiterhin nach meinen Makeln suchen.
Meiner Meinung nach ist der Mensch ein unersättliches Individuum. Wir sind nur sehr schwer zufriedenzustellen – sowohl was uns betrifft als auch die materiellen Aspekte des Lebens. Unser Konsumverhalten ist immens und das überträgt sich leider auch auf unsere Beziehung zu uns selbst. Wir stehen täglich in Konkurrenz zu so vielen. Nur, wer lernt, dieses Konkurrenzdenken abzuschalten, wird vermutlich irgendwann vollends zufrieden mit sich sein können.
Ich müsste lügen, wenn ich behaupten würde, dass ich frei von jeglichem Konkurrenzdenken bin. Das bin ich noch lange nicht, aber ich bin auf dem besten Weg dorthin. Ich habe gelernt, mich zu akzeptieren – samt meiner Makel und Vorzüge.

Ich werde nie sein, wie irgendeine Andere da draußen. Nicht, weil ich besser sein möchte als jene, sondern viel mehr, weil ich einfach andere Voraussetzungen habe. Mein Körper ist nicht wie der meiner Idole. Meine Gedanken sind wirr und niemals identisch mit denen Anderer. Ich finde, wir sollten alle lernen, zu uns zu stehen und versuchen, das bestmögliche aus uns herauszuholen.

Es ist nicht verwerflich, Vorbilder zu haben aber es ist tödlich, danach zu streben, genau wie diese auszusehen. Daran wird man stets kläglich scheitern.

Um nun die anfängliche Frage zu beantworten: Wir sind alle schön – auf ganz unterschiedliche Arten und Weisen. Schönheit ist etwas vollkommen subjektives. Was die Gesellschaft als schön deklariert, muss noch lange nicht für einen persönlich schön sein. Lass los von dem Idealdenken und lerne, deine eigene Definition von Schönheit zu finden und diese für dich persönlich umzusetzen. Seid einfach stolz auf euch – egal, ob ihr in die Idealbilder der Gesellschaft passt oder nicht. Einzigartigkeit ist in meinen Augen sowieso viel bewundernswerter, als stupide ins System zu passen.

Eure Paula 🙂

6 Gedanken zu “BIN ICH SCHÖN?

  1. sarah schreibt:

    Erstaunlich, wie häufig ich Gedanken von mir in deinen Beiträgen wiederfinde. Es ist wirklich so, dass man niemals vollkommen zufrieden mit sich sein wird.

    Das Einzige was hilft, sich selber zu akzeptieren 😊.

    Super Beitrag !

  2. anychill schreibt:

    Hey,
    tut mir leid falls ich jetzt so ehrlich oder zu direkt bin. Ich sehe so viele Gegensätze. Du schreibst du willst nicht wie alle Anderen sein, aber kleidest dich genau so und „trainierst dich schön“, obwohl du sagst man soll nicht irgendwelche Idolen nachjagen.
    Klar wirst du antworten mit: „Ich mache Fitness, weil ich gesund leben will“, aber wenn man das im Internet so bereitstellt.
    Ich finde das einfach irgendwie traurig. Dem Trend hinterher zu jagen, aber dann so tun, als wäre man anders. Dazu stehen was man macht, nicht „anders“ sein, um auf zu fallen.

    • paulakraemer schreibt:

      Hey!
      Auf der einen Seite kann ich gut nachvollziehen, was du ansprichst, aber auf der anderen Seite finde ich es sehr wohl „anders“, wenn sich eine 18 Jährige dazu entscheidet, ihr Leben vom einen auf den anderen Tag ohne irgendwelche Hilfe umzukrempeln. Das bedarf einiges an Mut, da der Rest der Familie und des Freundeskreises sein ganz normales Leben weiterführt. Man trifft auf Unverständnis, Ignoranz und Abweisung. Ich denke schon, dass das in so jungen Jahren nicht immer einfach ist.

      Ansonsten gilt auch für dich: Wenn du kein Interesse an solchen Gegensätzen hast, wieso dann überhaupt die Zeit investieren und dir meine Artikel durchlesen?

      Liebe Grüße und ein schönes Wochenende!
      Paula

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