WIE MAN MIT ÄNGSTEN UMGEHEN KANN

Angst davor, zu versagen, anders zu sein, aufzufallen. Angst davor, Fehler zu machen, schlecht bei irgendwelchen Dingen abzuschneiden; davor, allein zu sein. Angst vor Imperfektion oder davor, es niemanden Recht machen zu können.

Unser aller Leben ist – behaupte ich mal – stets geprägt von irgendwelchen Ängsten. Kaum einer geht komplett angstfrei durchs Leben. Klar, der Eine ist mutiger und vielleicht auch hemmungsloser als der Andere, aber, wenn wir ganz ehrlich zu uns selbst sind, müssen wir uns eingestehen, dass wir alle Angst vor irgendetwas haben.

Ängste können vielerlei Ursprungs sein. Mal sind es prägende Ereignisse aus der Vergangenheit oder gesellschaftliche Zwänge. Wenngleich wir oftmals Außenstehende für unsere Ängste verantwortlich machen, so sind es oftmals doch wir selbst, die uns derartig Druck machen, sodass daraus Ängste entstehen.

Ich bin kein Psychologe und habe nicht vor, einer zu werden. Aufgrund dessen sind dies alles lediglich meine Gedanken und Erfahrungen, die ich gern mit euch teilen möchte.

Meiner Meinung nach entstehen Ängste immer dann, wenn wir uns unter Druck setzen, etwas bestimmtes zu erreichen oder eine bestimmte Norm (oder dergleichen) zu erfüllen. Wir streben nach Perfektion und bekommen Angst, dass wir unseren eigenen Ansprüchen nicht gerecht werden (obgleich wir es manchmal vorziehen, zu sagen, dass wir den Ansprüchen ANDERER nicht gerecht werden würden.. im Grunde sind es doch immer unsere eigenen!). Denkt mal darüber nach.

Oftmals bewundern sehr ängstliche Menschen Andere, die scheinbar vor Selbstbewusstsein trotzen. Doch bedeutet das gleichzeitig, dass selbstbewusste Menschen keine Ängste haben? Nein: Jeder Mensch hat in irgendwelchen Bereichen des Lebens Angst vor irgendwas. Die Kunst ist es, seine Ängste zu akzeptieren und zu lernen, mit diesen umzugehen.

Sobald wir kein Problem mehr damit haben, zu unseren Ängsten und vielleicht auch Fehlern zu sehen und zuzugeben, wie wir uns wirklich fühlen, werden unsere Ängste viel unscheinbarer und es wird uns wesentlich leichter fallen, mit jenen umzugehen.

Steht zu euren Ängsten und macht sie nicht von der Akzeptanz des Gegenübers abhängig. Wer zu seinen Ängsten steht und trotzdem weiß, dass er wertvoll ist, ist wirklich selbstbewusst. Ich habe schon etliche Male meine Ängste ausgesprochen und wurde mindestens genauso oft dafür belächelt. Ich hatte zum Beispiel Angst bzw. Respekt vor den ersten Video Drehs mit Team-Andro: Ich wollte es möglichst perfekt machen und bewegte mich einfach auf ungewohnten Terrain. Ich hatte Angst vor den möglichen Reaktionen der Zuschauer – völlig unbegründet, aber das weiß man ja leider erst im Nachhinein.

Ich kann aus eigener Erfahrung sagen, dass die Fähigkeit, Ängste zuzugeben, in einer Gruppe von Menschen wahre Wunder im gegenseitigen Umgang miteinander ergeben kann.
Schwach ist nicht, wer Angst hat. Schwach ist, wer so tun muss, als habe er keine. Wer seine Angst zeigt, hat Mut.

In diesem Sinne: Steht zu Euch, zu Euren Ängsten und genießt das Leben – trotz jener! Eure Paula 🙂

2 Gedanken zu “WIE MAN MIT ÄNGSTEN UMGEHEN KANN

  1. lisa schreibt:

    so geht es mir mit dem jura studium…ich habe stets angst etwas falsch zu mache, etwas vergessen zu lernen und in der Klausur zu sitzen und schlicht überfordert zu sein, durchzufallen, es im leben zu nichts zu bringen und meinen Ansprüchen nicht zu genügen. deine Worte sind so wahr, nur was, wenn die angst übergroß wird und du es einfach nicht schaffst diese auszuschalten? Was wenn du davor Angst hast, deine Familie und freunde und am meisten dich selbst zu enttäuschen? alle denken ich habe es ultra drauf mit dem Stoff nur wer ist diejenige die vor angst (!!) immer versucht den Stoff vor einer Klausur im kopf durchzugehen und sich schlecht fühlt wenn dieser nicht präsent ist..? ich kenne niemanden der genauso tickt.

    • paulakraemer schreibt:

      Du sprichst mir aus dem Herzen! Mir ging es ganz lange Zeit genau wie dir. Du musst die aber eingestehen, dass Fehler menschlich sind. Wir sind Menschen und keine Maschinen. Wir haben das Recht, Fehler zu machen und auch mal zu versagen. Deine Familie und deine Freunde werden IMMER stolz auf dich sein – egal was ist. Man denkt nur, dass man diese aufgrund von nichterbrachten Leistungen unglücklich machen würde. Das ist aber wirklich nicht der Fall.. Versuche, Rückschläge zu akzeptieren und nimm dir mal ne kleine Auszeit. Das wirkt Wunder!

      Alles Liebe! Paula

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