2016 HERE WE COME #VORSÄTZE

Neujahrsvorsätze – jeder kennt sie, jeder liebt oder hasst sie. Es gibt niemanden – zumindest niemanden, den ich kenne – der Neujahrsvorsätze neutral betrachtet. Ich halte nicht viel von Neujahrsvorsätzen, weil die meisten Leute sich zu viel vornehmen und am Ende des neuen Jahres feststellen müssen, dass sie an ihren Vorsätzen mal wieder gescheitert sind.

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Was viele meiner Meinung nach jedoch außer Acht lassen, ist, sich realistische Ziele zu setzen. Wenn die Menschen endlich mal begreifen würden, dass sich durch ein neues Jahr nicht gleich alles ändert, sofern man selbst nicht bereit ist, alles zu ändern, wäre das Ganze doch schon viel realistischer. Grundsätzlich bin ich der Meinung, dass man immer sofort Veränderungen in Angriff nehmen sollte. Wenn es Mai ist und man etwas ändern möchte, dann sollte man das sofort tun. Je länger man wartet, desto unmotivierter wird man.
Dennoch kann es vielen Menschen helfen, sich zu einem bestimmten Datum (in diesem Fall Neujahr) ihren Zielen zu widmen. Das setzt uns gewissermaßen unter Druck und kann dabei helfen, uns zu motivieren.

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Auch ich habe mir „Vorsätze“ für das neue Jahr festgelegt. Es geht dabei einfach um Dinge, die ich ändern muss, wofür mir jedoch der Anreiz bzw. die Motivation fehlte. Bevor ich jedoch zu meinen Vorsätzen für das neue Jahr komme, habe ich ein paar Tipps für euch, die euch helfen können, eure Vorsätze so zu gestalten, dass ihr sie letztendlich auch erfüllen bzw. ihr euch daran halten könnt.

  1. Geht nicht von null auf 100. Wenn ihr Dinge überstürzt und euch zu sehr stresst, werdet ihr euch vielleicht zwei bis drei Monate an euren Vorsatz halten, nicht aber ein ganzes Jahr.
  2. Seid realistisch. Wenn ich mir für 2016 vornehmen würde, einen Marathon laufen zu wollen, wäre das unrealistisch, da ich absolut kein Läufer bin. Ich sollte mir dann wohl vorerst vornehmen, regelmäßig laufen zu gehen und nach und nach die Distanzen zu steigern. Deshalb ist es ganz wichtig, eure Möglich- und Fähigkeiten realistisch einzuschätzen und dann in Anlehnung an diese Ziele zu setzen.
  3. Habt Spaß! Mal ganz im Ernst: Je weniger man das tut, was man wirklich gern tut und liebt, desto eher scheitert man. Man muss Spaß am Leben haben und glücklich mit seinen Entscheidungen sein. Wenn der Verzicht auf Schokolade, Ausschlafen, Alkohol oder was auch immer Einen unglücklich macht, dann sollte man vielleicht auch in Erwägung ziehen, seinen Konsum lediglich einzuschränken und nicht gänzlich darauf zu verzichten. Ein gewisses Mittelmaß ist sinnvoller und definitiv ein Schritt in die richtige Richtung.
  4. Vergesst eure mentale Gesundheit nicht. Ich persönlich tendiere immer dazu, zu viel zu wollen, was mich extrem unter Druck setzt. Ich vergesse dann, zu pausieren und merke irgendwann, wie mich der Stress und die ganzen Termine auffressen. Das muss ich definitiv ändern. Deshalb auch einer meiner wichtigsten Tipps an euch: Nehmt euch trotz der ganzen Vorsätze Zeit für euch; Zeit, um abzuschalten und euren Gedanken freien Lauf zu lassen!

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Das wäre dann auch schon mein wichtigster Vorsatz fürs kommende Jahr: Auch mal Pause machen und abschalten – das muss ich definitiv lernen. Außerdem habe ich mir Ziele für meine bevorstehende Wettkampfsaison gesetzt, die ich gern erreichen möchte.
Auch meine Klausurenphasen im Februar und Sommer diesen Jahres möchte ich gemäß meiner persönlichen Ansprüche bestehen. Ich habe stets hohe Erwartungen, was sowas angeht und tue auch wirklich viel, um diesen Erwartungen gerecht zu werden.

In 2016 möchte ich mir mehr Zeit für meine Familie und die Menschen nehmen, die ich liebe. Arbeit, Uni und Training „sei Dank“ kamen jene Menschen in 2015 nämlich ein wenig zu kurz. Das muss und werde ich ändern.

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Schließlich möchte ich mehr bloggen. Leider habe ich während der vergangenen Wettkampfvorbereitung kaum gebloggt, obwohl ich es sehr liebe. Für das kommende Jahr sind einige Dinge geplant und ich freue mich jetzt schon darauf, meine Ideen endlich umsetzen zu können. Falls ihr Themen habt, über die ihr gern mehr erfahren wollt, dann lasst es mich wissen!

In diesem Sinne wünsche ich euch allen alles Liebe und viel Erfolg für das neue Jahr 2016!

Eure Paula 🙂

#HERZENSANGELEGENHEIT

Was wär der Mensch ohne Träume, Ziele und Wünsche? Warum existieren wir, wenn es nicht der Entwicklung wegen ist?

Der Sinn des Lebens ist leben, das stimmt. Doch was macht das Leben aus?
Leben bedeutet für mich Veränderung – sich zu verändern. Wir streben danach, unsere Ziele zu erreichen; unsere Träume in die Wirklichkeit umzusetzen, und auf dem Weg dorthin verändern wir uns. Wir wachsen an unseren Aufgaben; werden stärker, besser und schlauer. Wir fallen hin, stehen wieder auf und lernen aus den Fehlern, die wir anfangs begingen.

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Veränderung ist aber auch notwendig, wenn man seine Ziele erreichen möchte. Meist liegen die Ziele außerhalb der persönlichen Komfortzone und scheinen erstmal „out of reach“ zu sein. Das geht sicherlich jedem so – mal mehr, mal weniger. Wenn wir bleiben, wie wir sind und uns nicht weiterentwickeln, werden wir dieses Ziel also vermutlich nie erreichen.
Wir wollen dies aber, denn sonst wäre jenes Ziel nicht unser Ziel. Setzt der Mensch sich ein Ziel, so wird es zum Vorhaben und nur das Erreichen dieses Ziels bringt Befriedigung mit sich.
Wir müssen es erreichen und wir müssen uns verändern – verbessern – um es zu erreichen.

Warum scheuen wir uns dann vor Veränderungen? Warum stehen wir uns so oft selbst im Weg? Aus Angst vor Veränderungen! Aber: Um etwas zu erreichen, was man nie zuvor hatte, muss man tun, was man nie zuvor getan hat. Man MUSS sich verändern. Äußere Umstände müssen sich ändern. Seine Einstellung gegenüber Veränderungen muss sich ändern. Wir alle müssen uns ändern und lernen, keine Scheu mehr vor Veränderungen zu haben.

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Heute bin ich froh, dass ich mein Leben änderte. Auch für mich war das nicht immer einfach: Ich änderte mich und musste feststellen, dass sich die Leute um mich herum nicht mit mir änderten, was dazu führte, dass einige aus meinem Leben traten. Anfangs ist das sehr schmerzlich, aber je mehr man für seine Ziele arbeitet, desto mehr lernt man, dass die Menschen, die in solchen Zeiten nicht hinter einem stehen, nie einen wesentlichen Platz in seinem Leben hatten. Man lernt auch, nicht zu viel auf die Meinung anderer zu setzen.
Wenn Menschen um dich herum merken, dass du dich veränderst und dass du auch noch erfolgreich damit bist, dann stößt das häufig auf Neid und Missgunst. Das sollte aber viel eher noch mehr Motivation sein, um noch härter zu arbeiten. Wir dürfen uns nicht von Veränderungen oder deren Begleitumstände beeinflussen lassen. Wir dürfen keine Angst mehr davor haben, sondern sollten sie einfach auf uns zukommen lassen.

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Wenn der Wind der Veränderungen weht, dann sollten wir Windräder bauen und keine Mauern aufstellen. Wir sollten Veränderungen mit offenen Armen begrüßen und dankbar für jene sein, denn das bedeutet nur, dass wir endlich einen Schritt weiter in Richtung „Zielerreichung“ sind!

EURE PAULA xx

VON MYTHEN UND TIPPS

Hallo ihr Lieben,

pünktlich zum Wochenende melde ich mich auch mal wieder zurück. Ich hatte gestern meinen letzten Schultag (endlich!!) und im Anschluss ein krankes Beintraining. Ich konnte/kann kaum noch Treppen laufen, aber so muss das sein! 🙂 Gleich geht es trotz Restdays erst einmal ins Gym. An Restdays steht bei mir Cardio auf dem Plan, denn wie heißt es so schön „no excuses“!

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Nun aber zum eigentlichen Post. Ich habe mir einige Kommentare unter meinen Fotos bzw. Fragen aus E-Mails durchgelesen und Anregungen für einen neuen Post bekommen. Ich möchte nun einige Tipps bezüglich Motivation, Ernährung und Training zusammenstellen, die mehr helfen bzw. geholfen haben, mich zu motivieren, bzw. meine Ernährung und mein Training entsprechend zu gestalten.

#1 BESTÄNDIGKEIT – Wenn ihr euren Zielen näher kommen wollt, müsst ihr beständig sein. Es bringt nichts, irgendwelche Nulldiäten anzufangen und sich schnelle Ergebnisse zu erhoffen. Solche Ergebnisse sind nur selten von langer Dauer und schädigen zusätzlich euren Stoffwechsel immens. Daraus ergibt sich, dass ihr NIE sofort aufgeben dürft. NIEMALS. Rückschläge gehören zum Leben dazu – genauso wie Erfolge, Essen, Schlafen, Sport und so weiter. Deshalb: Was auch immer ihr für eine Diät oder eine Sportart macht, seid beständig, denn der Schlüssel zum Erfolg ist immer der selbe: Beständigkeit.

#2 VERGLEICHE DICH NICHT MIT ANDEREN MENSCHEN – Wir alle leiden mal mehr oder weniger unter verschiedensten Zwängen. Bei vielen Menschen ist der Perfektionszwang sehr weit ausgeprägt, was leider dazu führt, sich ständig mit anderen Menschen vergleichen zu müssen. Ich kenne das leider nur zu gut. Man sieht ein Foto oder auch einen anderen Menschen irgendwo auf der Straße und denkt sich „Mensch, so wie die bzw. der möchte ich auch mal aussehen“. Versteht mich nicht falsch, es ist gut, Ziele zu haben (man kann diese auch gerne in Form einer gewissen Person haben), aber sich ständig mit anderen Personen zu vergleichen, bringt nichts. Man wird nie wie all diese Menschen sein, jeder Mensch hat andere Voraussetzungen, einen anderen Körperbau, andere Lebensumstände etc. Also ihr Lieben, seid selbstsicher genug, um euch nicht ständig mit anderen vergleichen zu müssen. Fühlt euch gut und fangt am besten jetzt gleich damit an, euch selbst zu lieben.

#3 NOTIERE DEINE ERFOLGE – Es hilft euch, motiviert zu bleiben, wenn ihr alle zwei bzw. vier Wochen eure Erfolge notiert. Wiegt euch zum Beispiel in solchen Abständen und schreibt es auf. Lasst euer Körperfett messen, messt Taillen-, Hüft- oder Brustumfang und und und. Es gibt so viele Möglichkeiten, Erfolge bzw. Ergebnisse zu erfassen. Haltet diese fest, denn so könnt ihr euch immer daran erfreuen, wenn es eventuell mal nicht so läuft, wie es laufen soll!

#4 SUCHT EUCH EINEN TRAININGSPARTNER – Es kann extrem motivierend sein, mit jemanden zusammen zu trainieren. Egal ob Freund/Freundin oder irgendwelche Leute, die ihr bei euch im Studio kennengelernt habt; all diese Leute können dich unheimlich motivieren. Zusammen mit anderen Menschen ist man stärker und fühlt sich neuen Herausforderungen gewappnet. Scheut euch also nicht davor, andere Menschen anzusprechen und diese zu fragen, ob ihr nicht einmal miteinander Sport treiben wollt.

#5 LIFT HEAVY WEIGHTS – Das ist ein Mythos und ein Tipp meinerseits in einem. Viele junge Mädchen schreiben mir und fragen, ob sie dann aussehen werden wie ein Mann. NEIN! Der weibliche Körper ist (leider..) nicht dazu veranlagt eine solch immense Muskelmasse aufzubauen. Der Muskelaufbau hat soo viele Vorteile. Indem man Muskeln aufbaut, verstärkt sich der Metabolismus und folglich verbrennt ihr immer mehr Kalorien und Körperfett. Es gilt: Umso mehr Muskeln, umso mehr Kalorien verbrennt der Körper. Außerdem: (das ist natürlich Geschmacksache, aber meinen Geschmack trifft es vollkommen!) „Strong is the new skinny!“

#6 (das geht mit #5 einher) STÄRKT EURE RUMPFMUSKULATUR – Eine starke Rumpfmuskulatur unterstützt euch beim Muskelaufbau. Denn je stärker diese ist, desto mehr Stabilität habt ihr beim Ausführen verschiedenster Übungen (z.B. Kniebeugen, Kreuzheben). Habt ihr eine schwache Rumpfmuskulatur, so steigt das Risiko für Muskelverletzungen und Rückenschmerzen. Im Gegenzug bedeutet dies auch, dass zahlreiche Menschen, die unter Rückenschmerzen leiden, eine zu schwache Rumpfmuskulatur haben.

#7 „DIE MISCHUNG MACHT’S“ – Ich wurde häufig gefragt, ob man mehr Kraft- bzw. mehr Cardiotraining machen solltet. Meine Antwort lautet immer: Die Mischung macht’s. Ein funktionierendes System bzw. eine funktionierende Diät baut immer auf beidem, Cardio und Krafttraining. Manche Trainer und Ernährungsexperten haben erfolgreiche Trainings- und Ernährungspläne entwickelt, die lediglich Krafttraining beinhalten. Sofern das bei euch funktioniert: Wunderbar. Dennoch ist, wie schon so oft erwähnt, jeder Körper individuell. Mir hilft Cardio dabei, mein Körperfett weiter zu reduzieren. Es hilft mir dabei, mich leichter zu fühlen und mich komplett zu verausgaben. Ich empfehle hier auch eine gesunde Mischung von HIIT (High Intensity Interval Training) und LISS (Low Intensity Interval Training).

#8 SCHAFFE ICH DAS BIS ZUM SOMMER? – ..oder ähnliche Denkweise. Von all diesem Schwachsinn sollte man sich verabschieden. Warum will man seine Ziele bis zum Sommer erreichen? Warum ist Herbst nicht in Ordnung und warum lassen sich viele Menschen über den Winter gehen? Alles Dinge, die sich mir leider nicht erschließen. Jeder Mensch hat andere Vorraussetzungen. Manche brauchen ein Defizit von 500kcal, andere mehr oder weniger. Ihr müsst selbst herausfinden, was euch gut tut und was nicht. Als erster Schritt gilt jedoch: Lasst all das weg, was schlecht ist. Damit meine ich nicht unbedingt alles, was Kohlenhydrate enthält. Nein, viel mehr Dinge wie Pizza, Süßigkeiten oder Fast Food jeglicher Art. Wenn ihr hungrig seid, esst – aber achtet darauf, was ihr esst. Macht euch Gemüse, bratet euch Fleisch oder Fisch an, esst Quark, Nüsse, Obst. Ihr habt etliche Möglichkeiten – nutzt diese. Nur so lernt ihr euch und euren Körper besser kennen und lernt, diesen bewusst und vor allem auch gesund zu nähren.

#9 SEID GEDULDIG – Die Überleitung hierzu hat #8 ja bereits geliefert. Man wird nie innerhalb von einer Woche alles an Gewicht verlieren. Das ist schlichtweg utopisch und gleichermaßen wäre dies auch extrem ungesund. Ihr habt nicht innerhalb von einer Woche zugenommen, also werdet ihr auch nicht binnen einer Woche abnehmen. Lasst euch Zeit. Fitness, Abnahme, Muskelaufbau etc. sind alles Dinge, die Zeit brauchen. Es wird Auf und Abs währenddessen geben, aber sofern man nie aufgibt und immer beständig weiter macht, wird man irgendwann (mal früher, mal später) seine Ziele erreichen.

#10 FANGT EINFACH AN – Fangt an, euch zu bewegen. Fangt an, zu trainieren, gesund zu essen. Eine Tätigkeit braucht 21 Tage, um zur Gewohnheit zu werden. Wenn ihr lange keinen Sport gemacht habt, wie wäre es dann, JETZT einen schönen großen Spaziergang zu machen?! Wiederholt dies täglich und ihr werdet fitter und die Bewegung wird zur Gewohnheit. Esst gesund, geht trainieren. Tut, was ihr nicht lassen könnt, um fit und glücklich zu werden, aber fangt einfach an. Verschiebt es nicht auf morgen, sondern auf jetzt. Es fällt vielen Menschen viel zu schwer, ihr Vorhaben in Taten umzusetzen. Ich bin mir dennoch sicher, dass du genau das JETZT tun kannst. Also auf, worauf wartest du noch? 🙂

In diesem Sinne wünsche ich euch ein wunderbares, sportliches Wochenende. Genießt es und habt Spaß! 

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TRANSFORMATION TEIL II

„Nutrition is far more responsible for creating your shape and your health than you ever could have imagined.“

Hallo ihr Lieben,

ich starte heute ganz bewusst mit diesem Zitat, denn wie ihr es bereits aus meinem ersten Post über meine Transformation entnehmen konntet, war mir nicht von Anfang an bewusst, wieso ich trotz stundenlangen Trainings keine Erfolge erzielen konnte. Über Monate hinweg änderte sich nichts an meiner Form, was natürlich dazu führte, dass ich unheimlich enttäuscht von mir war. Im Umkehrschluss führte das leider immer wieder dazu, dass ich umso mehr in mich rein stopfte und umso mehr zunahm. Die Logik von Frauen muss man(n) wirklich erst einmal verstehen. Für mich ist das heute leider (oder vielleicht auch zum Glück) nicht mehr ganz nachvollziehbar. Ich halte mein Verhalten von damals für naiv und auch irgendwo für unverantwortlich, schließlich wollte ich ja eigentlich abnehmen.

Nun aber zu meiner Ernährung an sich. Nachdem ich endlich Ende November/Anfang Dezember begriff, wie wichtig Ernährung ist, habe ich diese komplett geändert. Wie bereits im vorhergehenden Post angesprochen, bin ich mit einem Kaloriendefizit von 500kcal zu Beginn recht gut gefahren. Ich werde hier keine Mengenangaben veröffentlichen, da ich nicht möchte, dass sich irgendwer danach richtet. Jeder Körper und dessen Stoffwechsel ist individuell und hat demnach unterschiedliche Bedürfnisse. Dennoch werde ich hier beispielhaft meine Ernährung an einem Tag darstellen. Ich habe natürlich nicht jeden Tag das gleiche gegessen, das wäre viel zu eintönig und ich denke, dass selbst der ehrgeizigste Mensch da irgendwann aufgegeben hätte. Deshalb: SEID KREATIV BEZÜGLICH DER MAHLZEITEN! Ich habe oftmals Dinge gekocht, die hinterher nicht ganz so lecker waren. Aber nur durch Ausprobieren lernt man.. oder durch Rezepte, aber die gehen einem auch irgendwann aus. Habt also keine Angst vor „kulinarischer Vielfalt“ (wie ich es gerne nenne..). 🙂

Low-Carb Pläne sind zu Beginn nichts für schwache Nerven. Die Umstellung dauert in der Regel 2-4 Wochen und kann eine große psychische Belastung darstellen. Aufgrund dessen war ich sehr froh, dass im Dezember noch keine wichtigen Klausuren für mich anstanden.

Nun zum Plan:

Ziel ist es, an Trainingstagen die Kohlenhydratmenge so aufzuteilen, dass man diese zu jeweils einem Drittel zum Frühstück, vor und nach dem Training zu sich nimmt. Ansonsten ist der Plan sehr eiweißreich und hat eine moderate Zufuhr an gesunden Fette, d.h. Omega-3 und -6 Fettsäuren. An trainingsfreien Tagen soll möglichst die komplette Kohlenhydratmenge zum Frühstück verzehrt werden. Außerdem soll diese geringer sein als an Trainingstagen, was zur Folge hat, dass man an trainingsfreien Tagen eine größere Menge Fett zu sich nehmen soll.

Morgens:
Oatmeal (Rezept: https://paulakraemer.wordpress.com/2014/05/05/basic-oatmeal-recipe/) und einen Wheyprotein-Shake
Haferflocken: komplexe Kohlenhydrate, zur Sättigung
Obst (als Topping des Oatmeals, optional): Vitamine, viele Mineralstoffe, senkt den Cholesterinspiegel
Wheyprotein-Shake: stellt Eiweißversorgung sicher, verhindert das Eintreten der katabolen Phase

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Mittags:
Gemüse mit Hühnchen/Pute/Fisch (ein Rezept für eine Hühnchen-Gemüse Pfanne folgt bald!)
als kleines Dessert: Protein-Vanillecreme (bestehend aus Eiweiß und Whey-Protein, Rezept folgt)

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Abends:
Thunfisch mit Salat oder Magerquark mit Wasser verdünnt und viel Zimt vermischt, wahlweise auch WF Sirup (mein Favorit: Erdbeergeschmack.. damit schmeckt der Magerquark nach Erdbeerjoghurt!)
Quark hat den Vorteil, dass es aufgrund des Eiweißes lange sättigt. Weiterhin enthält Magerquark viel Casein, verhindert also das Eintreten der katabolen Phase über einen längeren Zeitraum (also z.B. über die Nacht).

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Snacks:
Bei den Snacks muss man immer zwischen trainingsfreien Tagen und Trainingstagen unterscheiden. An Trainingstagen bietet sich die Zufuhr von Snacks vor und nach dem Training an.
Vor dem Training bieten sich Rezepte mit moderaten Kohlenhydratmengen an. Wichtig hierbei ist, dass man auf komplexe Kohlenhydrate zurückgreift, sodass eine Energiebereitstellung für das komplette Training gewährleistet werden kann. Ein paar Rezeptideen werde ich bald posten (z.B. Schoko-Reisbrei, Protein Bananen Muffins, Grits etc.). Nach dem Training bieten sich kohlenhydratreiche Snacks an, außerdem Proteinshakes. Auch hierzu werde ich bald einige Rezepte posten.

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An trainingsfreien Tagen lieber auf proteinreiche und kohlenhydratarme Snacks zurückgreifen. Beispiele hierfür wären zum Beispiel Trockenfleisch, die oben genannte Protein-Vanillecreme, Protein Pancakes und vieles mehr.

Wie ihr seht, sind diese Pläne bei Weitem nicht so eintönig, wie man sich es immer vorstellt. Man hat die Möglichkeit, richtig kreativ zu werden, viel auszuprobieren und vor allem richtig viel Spaß am Kochen und an der gesunden low-carb Ernährung zu haben. Schon nach kurzer Zeit bekommt man ein unheimliches Körpergefühl und kann sehr gut einschätzen, was der Körper wann benötigt.

Ich kann mich auch hier nur wiederholen: Ich bin so unglaublich glücklich, diese Umstellung gewagt zu haben. Sie war sicherlich nicht immer einfach, aber definitiv „worth it“! Ich bin ein wahrer foodlover und bin trotz der metabolen Diät (oder gerade deswegen? Ich weiß es nicht!) ziemlich glücklich. Sogar viel glücklicher als ich es vor der Umstellung gewesen bin.

Eins gilt es jedoch NIE zu vergessen: #absaremadeinthekitchen !

TRANSFORMATION TEIL I

Guten Morgen ihr Hübschen,

in letzter Zeit wurde ich häufig gefragt, wie ich meine Transformation geschafft habe bzw. was mich dazu bewegt hat. Ich muss sagen, dass es bei Weitem krassere Transformations gibt und ich noch lange nicht da bin, wo ich sein möchte. Ich bin aber unheimlich stolz, das Alles durchgezogen zu haben. Es hat mich verändert, physisch sowie psychisch, und zu einem anderen Menschen gemacht. Ich finde mein Leben mittlerweile viel lebenswerter. Ja, ich greife bewusst zu diesem Wort. Die gesunde Ernährung, das Kochen, das größere Selbst-Bewusstsein (mein Selbstbewusstsein hingegen ist noch immer nicht das größte) und vor allem die körperliche Veränderung bereiten mir Freude und bringen mich jeden Tag auf’s Neue zum Lächeln. Ich liebe gesundes Essen, ich liebe es (gemeinsam mit Freunden und Familie) zu kochen und ich liebe es, endlich bewusst zu merken, was mein Körper braucht und was mir gut tut. In den letzten fünf Monaten habe ich mich extrem gut kennengelernt und neue Lebensenergie gewonnen (ja, ich bin ein sehr ehrgeiziger Mensch!). Aus diesem Grund kann ich es euch wirklich nur ans Herz legen, euer Leben bewusster zu leben. Genießt jeden Moment, genießt auch die schlechten Momente – z.B. Schmerzen im Training, ha ha -, denn selbst diese kommen nie mehr wieder. Fangt an, Euer Leben und Euch selbst zu lieben, denn umso leichter wird es sein, Euer Leben auf den Kopf zu stellen.

Aber jetzt zurück zum Ausgangspunkt: Im Oktober 2013 war ich auf Abschlussfahrt in Lissabon mit meinem PoWi-LK. Im Anschluss daran habe ich gemeinsam mit einer Freundin ein kleines Foto-Shoot veranstaltet. Als ich die Fotos davon sah, war ich wirklich geschockt.

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Ich habe mich geschämt für mein Äußeres und mich seitdem einfach total unwohl gefühlt. Ich habe nach Gründen gesucht und nach Antworten auf die Frage, warum ich so aussehen konnte, wie ich es tat. Ein Grund war: Ich habe ein Jahr als Austauschschüler in Neuseeland gelebt. Dort habe ich zwar viel Sport getrieben, jedoch ist mir die Ernährung scheinbar nicht bekommen. Vor Neuseeland hatte ich eine sportliche, normale Figur – danach war ich 5-10kg schwerer (genau weiß ich es nicht mehr) und habe es irgendwie nicht mal wirklich realisiert.
Weitere Gründe waren für mich vorerst nicht schlüssig, schließlich habe ich auch im Oktober 2013 bereits einige Krafteinheiten pro Woche vollzogen.
Bis Ende November hat sich mein Missmut schließlich gezogen, bis ich endlich etwas geändert habe. Ich war 1,5 Monate lang zu faul, zu feige und vielleicht auch zu unmotiviert, um das beste in meinem Leben zu tun. Deshalb noch einmal: Fange jetzt an – nicht morgen, nicht übermorgen, nicht nächste Woche – NEIN, JETZT!

Ende November habe ich mir mein erstes Buch über Ernährung gekauft. Es ist mein „Erfolgsgeheimnis“, wenn man das überhaupt so nennen kann. Falls jemand Bedarf an Literatur haben sollte, meldet Euch. Ich habe mich strikt an einen Low-Carb Ernährungsplan gehalten, welcher mit Hilfe eines Trainers gestaltet wurde. Hierbei hatte ich anfangs ein Kaloriendefizit von ca. 500kcal. Es dauerte ca. 3-4 Wochen bis ich selbst Veränderungen wahrnahm. Einen Monat später bekam ich positive Bemerkungen von Freunden und Verwandten. Erstmals im Februar haben mich „fremde“ Leute aus dem Fitnessstudio angesprochen und mir gesagt, wie toll ich mich verändert habe. Das hat mich ermutigt, weiter zu machen.
Ich glaube, es ist sehr sehr wichtig, jemanden zu haben, der Einen motiviert. Jemanden, der immer an Einen glaubt und ermutigende Worte für Einen übrig hat.
In meinen Augen ist das nötig, denn es gibt schwere Zeiten. Ich habe teilweise auch „hardtimes“ gehabt und hatte Schwierigkeiten, die Ernährung durchzuziehen und nicht einfach mal in alte Gewohnheiten zu verfallen. Alle Veränderungen sind schwer, wenngleich sie meistens etwas Positives mit sich bringen.
Aus diesem Grund ist es sehr wichtig, niemals aufzugeben. Man darf nicht bei den ersten kleinen Rückschritten alles hinschmeißen und aufhören. Rückschläge gehören zum Leben dazu und wenn man das realisiert hat, dann hat man schon einiges erreicht.

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Ich habe in der Zeit von Dezember bis jetzt um die 11kg abgenommen und zusätzlich Muskeln aufgebaut. Ich würde sagen, das ist ein sehr gesunder Zeitraum für den entsprechenden Gewichtsverlust und ich bin auch ziemlich zufrieden damit. Ich freue mich auf die Zukunft und die weitere Entwicklung, die ich hoffentlich machen werde.
In den kommenden Posts werde ich weiter auf meine Ernährung der letzten sechs Monate sowie mein Training eingehen, aber so viel erstmal zu den Beweggründen meiner Transformation.

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